theaterprojekte 12. klassen 2019

tanztheater – »taKe yOur tiMe«

Myriam Gurini – Regie, Choreografie
Tom Tafel – Musik, Produktionsleitung.

Do, 04. Juli 2019, 19.30 h
Fr, 05. Juli 2019, 19.30 h
Dynamo, Wasserwerkstrasse 21, CH-8006 CH-Zürich

In unserem selbstentwickelten Tanztheaterprojekt hinterfragen wir das Phänomen »Zeit«. Sie beeinflusst unser Leben so sehr wie kaum etwas anderes auf dieser Welt. 
Ständig schauen wir auf die Uhr, als hätte sie magische Kräfte. Wir rennen ihr hinterher wie ein Hund nach seinem Stöckchen. Oft müssen wir in kürzester Zeit möglichst viele Sachen erledigen, denn Effizienz wird in unserer Gesellschaft hoch gehandelt. Und doch gibt uns die Zeit manchmal den Anschein, einfach still zu stehen. Wie kann das sein?
Wie habe ich die Zeit wahrgenommen, als ich noch ein kleines Kind war? Wann hatte ich das letzte Mal Zeit für mich selbst? Zeit, nichts zu tun? Wann habe ich sie das letzte Mal einfach vergessen?
Welche Zeitfresser haben sich in meinem Leben eingenistet, die ich am liebsten wieder loswerden würde? Wir leben im Durchschnitt 27.000 Tage oder 650.000 Stunden. Das gibt mir das Gefühl, alle Zeit der Welt zu haben. Was wäre jedoch, wenn ich nur 24 Stunden zu leben hätte. Was würde das in meinem Leben verändern? Die Schüler/innen versuchen in diesem Stück ihre individuellen Zeitmechanismen unter die Lupe zu nehmen und sie in Form von Text, Tanz, Musik und Performance umzusetzen.

Myriam Gurini, Tom Tafel


theater im theater – »sechs personen suchen einen autor« von luigi pirandello

Giuseppe Spina – Bearbeitung, Regie
Seren Stevenson – Musik
Kathrin Guarnaccia – Kostüme
Henrik Löning – Bühnenbild, Produktionsleitung.

Do, 04. Juli 2019, 19.30 h
Fr, 05. Juli 2019, 19.30 h
Sa, 06. Juli 2019, 19.30 h
Atelierschule Zürich, Grosser Saal

Was für eine grossartige Idee! Eine Theatertruppe probt relativ lustlos ein Stück, und plötzlich wird die Probe unterbrochen durch sechs merkwürdige Gestalten. Sie sind keine richtigen Menschen, sondern Bühnenfiguren, die von ihrem Autor verlassen worden sind und nun nach einem Weg suchen, um ihre Geschichte auf einer Bühne zu zeigen. Dabei wird der normale Probebetrieb komplett auf den Kopf gestellt und die Grenzen zwischen Inszenierung und Realität verschwinden. 

Diese Kunstfiguren stellen die Frage nach der Wahrhaftigkeit des menschlichen Lebens überhaupt – und deren Beantwortung ist eine nicht selbstverständliche Angelegenheit. Eine Kostprobe gefällig? Wer sind denn Sie, lieber Leser, liebe Leserin dieser Zeilen? Wer waren Sie denn vor 10 Jahren? Waren Sie damals die gleiche Person, die sie heute sind, oder hat sich etwas verändert? Ist die vermeintliche Wahrnehmung Ihres Ichs also lediglich ein sich immer wandelndes Trugbild? 

Der Literaturnobelpreisträger Pirandello schenkt uns mit seinem weltberühmten Theaterstück eine dichte, beklemmende und berührende Geschichte von sechs Geschöpfen, welche für immer und ewig in ihren Handlungen gefangen bleiben werden. Ein grosser Theaterabend erwartet das Publikum...

Giuseppe Spina


theater im sozialen
in koproduktion mit der rafaelschule zürich –
»antigone – wir sind die prinzessin«

Federico Dimitri – Regie
Gabriel Dalvit – Musik, Produktionsleitung
Kathrin Guarnaccia – Kostüme
Markus Rohner – Bühnenbild, Produktionsleitung.

Mi, 26. Juni 2019, 14.00 h
Do, 27. Juni 2019, 14.00 h
Fr, 28. Juni 2019, 19.00 h
Rafaelschule ZH, Kapfsteig 64, CH-8032 Zürich

»Antigone – Wir sind die Prinzessin« ist ein Theaterprojekt in Kooperation zwischen der heilpädagogischen Tagesschule Rafaelschule Zürich und der Atelierschule. Ausgehend von den klassischen Texten der Sophokles, Anouilh und Brecht entwickeln die Schüler einen originellen dramaturgischen Weg. Durch Theaterimprovisationen, Musik- und Textanalysen durchlaufen die Schauspielerinnen und Schauspieler die ganze Tragödie und stellen sich dabei ständig selber in Frage. Die Idee ist es, einen kreativen Moment mit Dialogen zu schaffen, der die Themen um Antigone reflektiert und konfrontiert. Eine der ersten Frage ist: Gibt es Antigone heute?

Antigone rebellisch, Antigone schmerzhaft, Antigone heldenhaft, Antigone – Märtyrer, Antigone – Tochter, aber vor allem Antigone – Schwester, die gegen die Gesetze der Stadt ist. Überall dort, wo es Rassendiskriminierung, Konflikte, religiöse Intoleranz gibt, wo eine Minderheit ihre Stimme erhebt, um Gerechtigkeit zu fordern, kehrt Antigone zurück, um die Rolle der Heldin zu übernehmen, das totalitäre Regime im Namen einer universellen »Pietas« herausfordert.

Federico Dimitri


Eintritt zu allen Aufführungen frei, Kollekte für den Bau

2013-19: Veranstaltungen für den Bau. Sechs Jahre lang geht der volle Erlös aus allen Veranstaltungen an den Bau. Danke für Ihre Spende.