konzerte chor, vokalensemble & orchester atelierschule 2018

chorkonzerte atelierschule


Sa 24. März 2018, 20 h, Kirche Fraumünster Zürich
So 25. März 2018, 18 h, Kirche Predigern Zürich

Jan Dismas Zelenka, Missa Votiva ZWV 18
Wolfgang Amadeus Mozart, Klarinettenkonzert KV 622, 1./2. Satz
Gregorio Allegri, Miserere Mei, Deus
Chor, Vokalensemble und Orchester der Atelierschule Zürich
Solist: Simon Meier (12c), Klarinette
Leitung: C. Bielefeldt, G. Dalvit

 

Das diesjährige Programm der Konzerte von Chor, Vokalensemble und Orchester umfasst Werke von Jan Dismas Zelenka (1679-1745), Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1792) und Gregorio Allegri (1585-1632).

Hauptwerk ist Zelenkas etwa einstündige Missa Votiva ZWV 18 (1739), eine seiner grossen letzten Messen, die ohne offizielle Kompositionsaufträge entstanden sind, also mehr oder weniger autonome Kunstwerke darstellen und nicht mehr an liturgische Beschränkungen gebunden sind. Der Komponist schrieb sie in Erfüllung eines Gelübdes, nachdem er von einer ernsthaften Erkrankung genesen war. Die ca. 100 Sängerinnen & Sänger des Atelierschul-Chores teilen sich ihre Aufgabe darin mit dem Vokalensemble, das drei der anspruchsvollsten Chorsätze allein interpretiert (Gratias, Credo, Et ressurexit) und auch die solistischen Arien und Satzpassagen übernimmt (Christe, Qui tollis, Quoniam, Benedictus, Agnus Dei ua.).
W.A. Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 (1791), in Prag uraufgeführt und eines der letzten vom Komponisten noch selbst vollendeten Werke, gehört zu den ganz grossen Instrumentalkonzerten klassisch-romantischer Musik. Ursprünglich für Bassett-Klarinette geschrieben, schöpft es im Unterschied zu seinen Vorgängern auch die tiefe Alt- und Tenor-Lage des in Mozarts Zeit noch relativ neuen Instruments voll aus und findet so zu einer Synthese aus Cantabile, 'ausdrückendem' Passagenwerk und 'sprechenden' Themen. Simon Meier (12c) hat sich mit dem Schulorchester die ersten beiden Sätze erarbeitet.
Das mythisch umwobene, neunstimmige Miserere Mei von G. Allegri, päpstlicher Sänger der Sixtinischen Kapelle in Rom, ist eine Vertonung des Psalm 51 für zwei an verschiedenen Stellen im Raum singende, responsorische Chöre. Es steht an der Schwelle von der Renaissance zum Barock; seine Aufführung ausserhalb der Karwochen-Messen sowie das Abschreiben und Weitergeben der Noten war mehr als ein Jahrhundert nach seiner Entstehung (1630er Jahre) streng verboten (bei Androhung der Exkommunikation). Niemand anders als der 14jährige Mozart soll 1770 das Werk jedoch anlässlich eines Rom-Aufenthalts gehört, aus dem Gedächtnis niedergeschrieben und so den Londoner Erstdruck 1771 möglich gemacht haben.


 

 

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